Eva-Maria

Eva-Maria

Darstellungszeitraum
1375-1400

Region
Tirol

Darstellung
Stickerin

Hintergrund

Mit einer Lehrzeit von 8 Jahren war das Kunsthandwerk „Stickerei“ eine der aufwändigeren Ausbildungen, dafür aber eines jener Gewerbe, in denen Frauen Gesellinnen und – ein Jahr und einen Tag später – auch Meisterinnen im eigenen Recht werden konnten. Um eine eigene Werkstatt zu eröffnen, fehlte vielen jedoch das Geld für Räumlichkeiten, Unterkunft und Verpflegung für Lehrlinge und die benötigten kostbaren Materialien (Seiden- und Goldfäden, Perlen …) So entstanden vor allem in den großen Stickereizentren (Paris, London, Flandern und Italien) regelrechte Stickdynastien, die innerhalb der Familie weitervererbt wurden.
Da Stickereien, im Gegensatz zu Gemälden, nur selten signiert wurden, sind die Namen der Handwerker/innen kaum je überliefert. Aus alten englischen Rechnungsbüchern wissen wir jedoch, dass 1327-28 eine Johanna Heyroun von London schwarze Messgewänder für die Kapelle König Edwards III lieferte und Mathilda la Settere im hofeigenen Stickereibetrieb des jungen Königs beschäftigt war.
Für Österreich, insbesondere die gefürstete Grafschaft Tirol, ist der Nachweis professioneller Stickbetriebe im Mittelalter einer meiner Rechercheschwerpunkte.

Websites
http://mittelalter.tirol

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