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Caudle/Cawdel/Caudel – Ein Wintergetränk

am 08.12.2016, von Rotschopf

Es ist Winter und von überall her kommen die Rezepte für Hypocras, ein wirklich gefährlich leckeres Zeug. Ich wollte aber schon länger einmal ein anderes Rezept ausprobieren. Caudel oder Cawdel. Dieses Getränk scheint ein England-spezifisches Rezept zu sein und ist der Vorgänger des Butterbiers. Ja, ihr habt richtig gelesen. Butterbier is a thing und das […]

... oder YN eyn eysenhut?

am 30.11.2016, von Nikolaus Hofbauer

Ja, da wäre er! Der unangekündigte Fortsetzungsartikel zu dem erst kürzlich erschienenen Artikel über meinen neuen Eisenhut. Nach der Angeberei und Protzerei mit neuen Rüstteilen und der ausgiebeigen Klopperei im Fachbereich Rüstungskunde auf FB soll nämlich noch etwas Hilfreiches folgen. Und das vor allem aus einem Grund: Ich hab was genäht!

Eisenhut (14.Jahrhundert) mit Innenfutter aus Leinen
(1) 14th century Kettle hat with hand-made helmet liner

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... oder eyn eysenhut

am 28.11.2016, von Nikolaus Hofbauer

... so heißt es (recht Y-reich) in einem Auszug aus dem Wiener Stadtrecht von 1422. Und wenn man meine Artikel über die Wiener Wehrbürger im 14. Jahrhundert gelesen hat (Und mal ganz ehrlich: Wer hat das nicht? Kein Wort jetzt. OK?) dann weiß man das.

 

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Man muss ned immer essen ....

am 17.11.2016, von Nikolaus Hofbauer

... man kann seine Mittagspause auch anders verbringen. Arbeitend nämlich. Hab ich heute jedenfalls gemacht und ein bisschen an meinem Werkzeugsortiment gebastelt. Werkzeug kann man immer brauchen. Jetzt hab ich zwei Ahlen und meinen ersten Löffelbohrer .. und Hunger.

Fangen wir mit den Ahlen an. Die Ahle als Lederwerkzeug braucht man in unserem Hobby eh ständig, für Schuhe, Gürtel, Taschen oder Lederscheiden. Die gotischen Ahlen sahen eigentlich alle miteinander sehr ähnlich aus:

Ahle aus Schleswig, Eisen, 13 Jahrhundert
Iron awl, found in Schelswig, 13th century

Was wir sehen ist ein beidseitig ausgeschmiedetes Stück Eisen mit quadratischen Querschnitt bei dem mittig eine Verdickung sitzt. So kommt das linke Ende dann in das Heft der Ahle und das rechte, spitzere Ende ist zum Arbeiten. Und die Verdickung hilft, dass sich auch bei starkem Andruck der Ahlendorn nicht tiefer ins Holzheft bohren kann. Einfach und effizient. So mag ich das. Und die Anfertigung von solchen Dingen geht gerade noch innerhalb meiner mehr als beschidenen Schmiedekompetenz.

Leider hab ich in meiner von schweren Hungergefühlen geplagten ersten Arbeitsphase keine Fotos gemacht und so muss ich euch ein Bild vom fertigen Ahlendorn erst mal schuldig bleiben. Das hol ich dann mal in einem Follow-Up nach
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God shave the queen

am 14.11.2016, von Nikolaus Hofbauer

Also nach längerer pause soll es heute mal wieder um Messer gehen. Aber keine Angst ich zwirble nicht schon wieder irgendeine gewagte Plättchentechnik aus dem Ärmel sondern möchte mich hier mal mit dem Thema "Rasiermesser" (und in weiterer Folge der Kultur des Rasierens) auseinandersetzen.

Der Zugang zum Thema Rasur im Mittelalter, konkreter im Spätmittelalter und am konkretesten in der ersten Hälfte des 14.Jahrhundert ist nicht gerade einfach. Es gibt kaum Abbildungen die Männer bei der Rasur zeigen und die Textquellen geben zwar über das Rasieren und seine Abhaltung Auskunft erlauben aber keine Rückschlüsse auf das verwendete Messer.
Gerade deswegen sei mir mir ein Bild gestattet, und zwar aus dem Wolfenbüttler Sachsenspiegel der zwischen 1350 und 1360 entstanden ist: 

Bader oder Barbier um 1350
Barber around 1350, Sachsenspiegel

Der gute Mann, entweder ein Bader oder bereits ein spezialisierter Barbier/Scherknecht ist mit den Insignien seiner rasierenden Würde abgebildet, dem Rasiermesser und dem im zu Füßen liegenden Rasierbecken. Außerdem hat er noch ein Schwert ... das ist dann wohl für den ernstfall, also für Hipsterbärte gedacht.

Das Messer das er da (wohl in nicht ganz zart überzeichneter Übergröße) in den Klauen hält ist ein Rasiermesser alten Typs, wie man es auch bei früheren Abbildungen in mannigfaltiger Verwendung sieht. Eine Spezialisierung ist bei der Form nicht wirklich erkennbar.
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Es werde Licht! – Historische Beleuchtungsmittel für das stimmungsvolle Event

am 02.11.2016, von Rotschopf

Schluss, aus, weg mit dem Zeug! Schmeißt den schmiedeeisernen Klorollen-Verbrennungs-Halter, die Lampenölgetränkten Fackeln und Visby-Laternen endlich aus dem Fenster raus! Wir sind hier schließlich nicht beim Raubritter Kunibert im Verlies, sondern inmitten der Zivilisation des Spätmittelalters! Wir möchten euch hiermit einige der zahlreichen Alternativen vorstellen, Lager, Haus oder Weg auf historische Weise zu beleuchten. Weil […]

 

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