Neues aus unseren Blogs

Ost trifft West - ein seidener Beutel / east meets west - a silk pouch

am 18.09.2017, von Eva-Maria

Neben aufwendig bestickten Almosen- / Reliquienbeuteln (Beispiel) finden sich in den mittelalterlichen Textilsammlungen der Museen auch Beutel aus Seidenstoffen (Beispiel 1, Beispiel 2). Seidentaffeta, Samte und Brokatstoffe (oft mit Gold- und Silberfäden durchwirkt) scheinen hier die bevorzugte Wahl gewesen zu sein, waren diese Luxustextilien doch gut geeignet, Wohlstand und Status auszudrücken. Wo bei bestickten Beuteln die Stickerei im Mittelpunkt stand, lag der Fokus bei Beuteln aus Stoff auf den Details. So wurden die Seiten beispielsweise aufwendig mit winzigen Türkenkoten aus Gold- bzw. Silberlahn dekoriert oder Perlen aufgenäht. Die Tasselköpfe konnten mit Türkenknoten oder gewebten Details verziert sein und gerne wurden auch Pompons als Eckverzierung verwendet.

In meiner Interpretation verwende ich einen Seidenstoff in...

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Living History Blogs

am 06.09.2017, von Carmen

Hier findet ihr eine kleine Sammlung ausgewählter Blogs, die sich vornehmlich mit Living History, historischen Rekonstruktionen und den Lebenswelten im Mittelalter beschäftigen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird daher auch in (un)regelmäßigen Abständen aktualisiert. angel Mehr Informationen zur Quellenrecherche im Internet und der mittelalterlichen Kochkunst findet ihr in den jeweiligen Blogeinträgen.

Here's our list of selected blogs that mainly feature living history topics, the making of historic reconstructions or illuminate the life of medieval people. As the list is a growing thing it will be updated irregularly.smiley


14. Jahrhundert / 14th century

Interessensgemeinschaft "14. Jahrhundert"

Die Interessengemeinschaft „14. Jahrhundert“ ist ein loser Verband von Living History Darstellern aus Wien...

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Ein Bundhaubenfund

am 06.09.2017, von Rotschopf

Ich möchte nur für künftige Referenz diesen Fund einer Bundhaube hier verlinken https://historicaltextiles.org/2017/09/05/coif-cuffia/

Geometrische Grazie / geometric gracefulness

am 30.08.2017, von Eva-Maria

Nachdem die Stickarbeiten für den Nachbau des Almosenbeutels aus der Bock Collection des V&A abgeschlossen sind, konnte ich kürzlich mit dem Zusammenbau des kleinen Textilkunstwerks beginnen. In diesem Blogpost möchte ich euch daher an den Schritten teilhaben lassen, die nötig sind, um ein Stück Ziegelstich-Stickerei in ein fertiges Accessoire zu verwandeln.

After the embroidery work for the alms pouch made after an extant purse from the Bock Collection of V & A has been finished, I started to assemble the little textile work of art. This blogpost will feature the steps needed to turn a piece of brick stitch embroidery into a beautiful accessory.

Ein Überblick über die "Zutaten": Stickerei und blaues Seidenfutter, Nestelbänder, ein Schrägband aus Leinen und vergoldete Lederstreifen warten auf ihre Bestimmung;
An overview on...

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Des Menschen bester Freund

am 27.08.2017, von Rotschopf

Seit Frühling gehört meiner kleinen Wiener WG zwischen meinem Mann, mir, 3 Mäusen, 50 Zwerggarnelen und 4 Vampirkrabben noch eine weitere Mitbewohnerin an. Nun muss unsere kleine Promenadenmischung natürlich auch auf alle möglichen Reenactment Events mit und da war mir das moderne Hundegeschirr dann doch ein Dorn im Auge. Ich habe mich also ein bisschen […]

Farben machen Leute / Color makes the man

am 04.08.2017, von Eva-Maria

Im Beitrag diu werlt was gelf, rôt unde blâ gab ich einen Überblick über Färbepflanzen und die damit erzielbare Farbpalette. Auch habe ich angeschnitten, dass die Farbe der Kleidung ein wichtiger nonverbaler Faktor war, um den sozialen Stand einer Person zum Ausdruck zu bringen - "Farben machen Leute" sozusagen. Welche Kleiderfarben im Mittelalter gebräuchlich waren und ob sie eher Herren- oder Bauernkleidung zierten, darüber gibt die folgende Liste Auskunft.

*** Englisch summary at end of text ***

Braun: Braun war eine geläufige Kleidungsfarbe, die entweder durch den Naturton der Schafe im Stoff vorgegeben wurde oder günstig durch grüne Nussschalen und Wurzeln zu erreichen war.

Blau: Kräftiges, dunkles Blau war nach Rot seit dem 13. Jahrhundert die beliebteste...

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Jetzt aber flott ... Lederwerkzeuge um 1350

am 31.07.2017, von Nikolaus Hofbauer

Warum "flott" mag man sich jetzt fragen? Nun, das hat einzig und alleine den Grund dass heute der letzte Julitag ist und ich ohne diesen Beitrag echt ein Monat ohne Blogeintrag verbracht hätte. Pfui. Schande irgendwie.

Deshalb befassen wir uns heute ein wenig mit Lederwerkzeugen um 1350, also zum Ende der Hochgotik hin:

(1) Meine Lederwerkzeugrekonstruktionen nach Funden oder Abbildungen des 14.Jahrhunderts
My leather working tools, reconstructed after medieval findings or picture sources from mid-14th century


Our english-speaking guests can find an abstract at the end of the article 
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mit deme hûse sint bemeinet die in deme hûs sint - Belebung im Museum Tiroler Bauernhöfe, 19.-20. August 2017

am 27.07.2017, von Eva-Maria

Als Teil eines Lebendigen Museums ist vrouwen mære vom 19.-20. August 2017 im Museum Tiroler Bauernhöfe in Kramsach zu Gast. Unter dem Schwerpunkt "Leben und Alltag im mittelalterlichen Tirol' wird dort im Gelände rund um den historischen Ötztaler Hof das Mittelalter wieder lebendig. Hier können Sie das Programm herunterladen!

Erleben Sie den Alltag eines Haushalts aus der damaligen Zeit, schnuppern Sie die Düfte historischer Köstlichkeiten und erfahren Sie in interaktiven Präsentationen mehr zu Leben und Alltag im 14. Jahrhundert. In spannenden Präsentationen beleuchten drei Living History Gruppen mit viel Begeisterung und Hintergrundwissen, wie Mode- und Standesbewusstsein das Leben der Menschen prägten und welche Rolle Glaube und Gebräuche im bäuerlichen Jahr spielten. Wie praktisch historische Unterwäsche ist und welche...

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...sol stechen ain Pild von Seiden - Seidennater im spätmittelalterlichen Tirol

am 25.07.2017, von Eva-Maria

Der Beruf des Seidenstickers war ein Handwerkszweig im mittelalterlichen Tirol, der mit der Hofhaltung der Habsburger vom 15. – 17. Jahrhundert in Innsbruck seine Blütezeit erlebte. Nichtsdestotrotz waren schon vorher professionelle Seidensticker auf dem Gebiet des heutigen Nord- und Südtirols tätig gewesen. Am Hof der als Tiroler Landesfürsten gemeinsam regierenden Brüder und Herzoge Otto, Ludwig und Heinrich (1295-1310) in Meran wurde bereits aufwändiger Kleiderprunk getrieben. Wenn auch kein Seidensticker erwähnt wird, so weisen doch zahlreiche Nachrichten auf Seidenstickerarbeiten hin (zB die Bestellung tausender von Perlen (weiß und vergoldet) und durchbohrter Korallen, von Spulen mit Gold- und Silberfäden, Baldachinen mit den Wappen der Herzoge, Bändern mit Perlen, Fahnen mit den Bildnissen des Herzogs Ludwig, die Verwendung von...

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Lamechs Tochter fain, die erst Nettrin soll gwesen sein - Frauen als professionelle Stickerinnen

am 18.07.2017, von Eva-Maria

Im Widerspruch zum modern geprägten Bild von der Frau im Mittelalter, die sich einzig um Haushalt und Kindererziehung kümmerte, war die Erwerbstätigkeit von Frauen im Spätmittelalter mehr die Regel denn die Ausnahme. Es gab kaum ein Handwerk bzw. Gewerbe, in dem Frauen nicht zu finden waren. Sie arbeiteten unter anderem als Metzger, Eisenhändler, Netzmacher, Schuster, Handschuhmacher und Gürtler, Kurzwarenhändler, Taschen- und Hutmacher, Kürschner, Buchbinder, Vergolder, Maler, Seidenweber und Seidensticker, Gewürzhändler, Schmied und Goldschmied sowie diversen weiteren Handwerkszweigen. Doch auch als eigenständig Gewerbetreibende, sogenannte „femme sole“ werden Frauen in den diversen städtischen Aufzeichnungen genannt. Sie arbeiteten hier oft als selbstständige Zulieferer in der Textilindustrie (zB als Spinnerin im Nebenerwerb) oder...

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