Neues aus unseren Blogs

Licht in die Dunkelheit – Kerzentalg Herstellung

am 12.05.2019, von Rotschopf

Ihr kennt vielleicht unseren früheren Artikel zum Auslassen von Rindertalg für Talglichter. Nach guten 8 Jahren Veranstaltung hatten wir den letzten Rest unseres selbstgemachten Talgs verbraucht und brauchten neue Vorräte (natürlich hatten wir dazwischen auch noch reinen Talg zugekauft). Da bot sich unsere Veranstaltung in Bärnau wunderbar an. Ich hatte 5 kg Rinderkernfett beim Metzger […]

Eine Perle im Fischernetz – ein neues Haarnetz-Abenteuer

am 06.05.2019, von Rotschopf

So ganz allgemein empfinde ich mich ja in Klamotte nicht grade als Schönheit. Meine Darstellung ist die meiste Zeit eine einfache, meine Kleidung ist daher zweckdienlich und den historischen Vorbildern nachempfunden, das muss reichen und die moderne Ästhetik muss dafür hintanstehen. Alles fürs Hobby. Aber wenn ich mir schon meine Mähne nehmen lassen muss, das […]

Eine Badestube des späten 14. Jahrhunderts

am 03.04.2019, von Rotschopf

Wie vielleicht einige wissen, war ich Anfang Oktober Teil des 14. Jahrhundert Teams bei dem Mittelaltertagen Bad Windsheim und ich und mein IG14 Kollege Thomas, der den Bader mimte, waren zuständig für den Betrieb der Badestube, die zu dem Spätmittelalterlichen Spital gehörte, das Thema unserer Veranstaltung war. Bitte Achtung, denn mit 1380-90 als gewählter Zeitstellung […]

Stoffe „Grün färben“ oder die Frage „Eisensulfat Ja oder Nein?“

am 30.03.2019, von Rotschopf

Gastbeitrag von Regina Wild Irgendwann kommt (fast) jeder Living History-Darsteller mal in die Versuchung Stoffe selbst mit Pflanzen zu färben. Meist hilft zu Beginn ein Buch über Pflanzenfarben (z.B.: „Naturfarben auf Wolle und Seide“ von D. Fischer) mit praktischen Anleitungen und schon fängt man an. Sobald man die ersten schönen Resultate erzielt, beginnt die Sucht. […]

Gekochter Wein? Also Glühwein, oder wie?

am 25.03.2019, von Sophia

Natürlich geht es nicht um Glühwein sondern "Vinum Coctum"

 
Der „gekochte Wein“ oder „vin cuit“ (in der Antike auch „defrutum“) wird als Würzflüssigkeit in Saucenrezepten erwähnt. Bereits in der antiken Agrarliteratur (Plinius, Columella, Varro) gibt es Anleitungen bzw. Anweisungen, in welchem Verhältnis tatsächlich Traubenmost (und nicht Wein) zu vinum coctum einzukochen ist. Von der Reduktion auf die Hälfte bis zu einem Drittel ist hier die Bandbreite, wenn die Flüssigkeit über offenem Feuer ohne weitere Zusätze einreduziert wird.

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Si legent sich zu rechter vrist und stent dann auf, als pilleich ist – Schlaf und Betten im Spätmittelalter

am 10.01.2019, von Rotschopf

Wenn man einmal über die Kostümkunde und die Recherche zu den Gegenständen des täglichen Gebrauchs hinaus ist im Hobby, schlagen sich langsam andere Themen in der Konzeption von Veranstaltungen nieder. Wir möchten in Zukunft auch etwas näher die Lebensweise des mittelalterlichen Menschen nachvollziehen. Dazu gehören z.B. auch Schlafgewohnheiten und Tagesabläufe. Vom Biphasischen Schlaf In den […]

Der gantz Hausrat – begleitender Artikel zur Adventserie 2018

am 29.11.2018, von Rotschopf

Hans Sachsens Spruchgedicht „Der gantz Hawsrat“   Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… Auch diesen Advent wollen wir wieder jeden Tag euer Wissen über das Leben im Spätmittelalter ein bisschen erweitern und euch somit „erleuchten“. Schon vor einiger Zeit ist uns dank Jens von Diu Minnezit diese Abbildung aus dem späten 15. Jahrhunderts in die Hände […]

Marias Strümpfe oder Josefs Hosen?

am 22.11.2018, von Martin

Auch wenn es manchmal so wirkt, ist recherchieren anhand von Gemälden nicht einfach ein „Bilder-Anschauen“:

Neben der Bedeutungsperspektive (wichtige Personen werden groß dargestellt) bei weltlichen Themen, steht besonders bei den sakralen Gemälden die religiöse Aussage im Vordergrund. Auf den Bildern wurde nicht nur eine religiöse Geschichte erzählt, sondern es ging um eine Glaubensverkündung (vgl. Imbach J.: „Marias Panzerhemd und Josefs Hosen“).

Welche Missverständnisse in der Deutung passieren können, zeigt uns das Bild der Geburt Christi von Schloss Tirol:

Quelle

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20 000 kleine Löcher – ein Seidenhaarnetz

am 15.11.2018, von Rotschopf

3 Jahre. So lang hab ich dieses blöde Haarnetz jetzt mitgeschleppt, immer mal wieder ein paar Maschen gemacht, dann wieder die Motivation verloren, in die Ecke geworfen, beim nächsten Mal wieder rausgeholt. Jetzt ist es endlich fertig. Etwas über 20 000 Knoten hab ich reingemacht. Das Material ist Maulbeerseide von Marled Mader von Archäotechnik Textile […]

Das Wiener Wehrbürgertum in der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts - Teil 5

am 14.11.2018, von Niko

 ... und endlich geht's ans Eingemachte: Hardware! Sprich .. es gibt Bilder schöner Männer (na gut, eines leidlich ansehnlichen Mannes) in lustigen Helmen zu sehen!

Der Teil des Wehrbürgerwesens auf den wir heute eingehen wollen ist in Teil III beschrieben, es handelt sich dabei um die üblichen Wach- und Streifendienste die ein Handwerksmeister (egal wie schön) laut Stadtrecht zu leisten hatte. Da sich auch die meisten Primärquellen in dem vorhergehenden Artikelteil befinden werde ich immer wieder auf diesen verweisen.

Und wieder mal gilt mein Dank der Bachritterburg Kanzach wo diese Aufnahmen entstanden sind.

Abb. 1: Scho wieder Togdienst ... in dera Hitz! So a Schas!

Our english speaking guests will find a summary of the text at the end of the article below
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